29.10. Inle See - Taunggyi Balloonfestival
Jedes Jahr im November findet an mehreren Tagen in Taunngyi, der Hauptstadt des Shan-Staates, das Taunngyi Fire Balloon Festival statt. Diese Feier spielt sich rund um den Vollmond von Tazaungmon ab, einem nationalen Feiertag in Myanmar, der das Ende der Regenzeit markiert und auch als Tazaungdaing Fest der Lichter bekannt ist.
Der Nationalfeiertag ist in der buddhistischen und hinduistischen Kosmologie verwurzelt und die Ballons sind ein Opfer an den Himmel, um böse Geister zu vertreiben. Allerdings wurde die Tradition des Heißluftballonwettbewerbs in Taunggyi erst von den Briten im späten 19. Jahrhundert begonnen.
Das Spektakel, das wir heute Abend sehen hätte seine kolonialen Urheber zweifellos unter Schock gesetzt. Dieses Fest hat eher Ähnlichkeit mit unseren westlichen Musikfestivals, mit lauter Musik, Essens- und Getränkeständen, Ständen von Sponsoren, Tanzbühnen und Bars und - bevor man überhaupt auf das Festgelände kommt - reihenweise Marktständen.
Selbstverständlich sind die Ballons mit ihren bis zu sechs Metern Höhe und vier Metern im Durchmesser die Hauptattraktion. Auf dem riesigen Festplatz drängeln sich die Menschenmassen um die teilnehmenden Manschaften, die tanzend auf den Start ihres Ballons warten oder ihn zum Start vorbereiten, es fahren neue Wagen mit ihrer Ausrüstung auf den Platz und wieder herunter, die Feuerwehr steht mit ihren Wagen bereit und zwischendurch wuseln noch diverse Verkäufer und Müllaufsammler.
Das Fest hat schon am frühen Nachmittag begonnen. Dann ist es wohl ruhiger und es werden riesige Ballons in Form von Tieren steigen gelassen. Die Stuttgarter und wir wollten allerdings erst gemütlich in Nyaung Shwe essen gehen und uns dann um 17 Uhr von einem Taxi bis in den zwar nur 35 Kilometer, aber mindestens eineinhalb Fahrstunden entfernten Ort fahren lassen. Der Taxifahrer begleitet uns die ganze Zeit, weil er Angst hat, dass wir uns in dem Gedränge verlaufen oder von brennenden Ballonteilen erwischt werden könnten.
Es gibt zwei Arten von Ballons - die einen werden von Außen mit Hunderten von Windlichtern behängt freigelassen und ziehen ein großes Gestell mit weiteren Windlichtern hinter sich her und die anderen sind mit Tausenden von Feuerwerkskörpern beladen. Dieses Feuerwerk startet idealerweise in einigen Metern Höhe und lässt bis zu 15 Minuten lang einen Funkenregen über das Festgelände fallen, wobei der Ballon mehrere Hundert Meter hoch steigt und noch lange als kleiner leuchtender Punkt am Himmel zu sehen ist.
Nachdem wir den ersten Steigeversuch eines Ballons gesehen haben, verstehen wir die Angst unseres Fahrers. Der Ballon mit den vielen Kerzen fängt kurz vor dem Start Feuer und geht in Flammen auf.
Der Start des nächsten Ballons gelingt, allerdings haben wir uns nur die Vorbereitungen von der Nähe angeschaut und uns dann sicherheitshalber ein ganzes Stück gegen die Windrichtung entfernt.
Als die Feuerwerkballons starten, begeben wir uns noch weiter weg und erleben mit, wie das Feuerwerk eines Ballons viel zu früh anfängt und der Funkenregen auf die darunter Sitzenden fällt.
Ein Ballon geht erst nach einem 20 Meter weiten Flug in Flammen auf und wir sind Gott sei Dank jedes Mal so weit entfernt, dass wir nicht mitbekommen, welche Folgen das hat.
Der Start des nächsten Ballons gelingt, allerdings haben wir uns nur die Vorbereitungen von der Nähe angeschaut und uns dann sicherheitshalber ein ganzes Stück gegen die Windrichtung entfernt.
Als die Feuerwerkballons starten, begeben wir uns noch weiter weg und erleben mit, wie das Feuerwerk eines Ballons viel zu früh anfängt und der Funkenregen auf die darunter Sitzenden fällt.
Ein Ballon geht erst nach einem 20 Meter weiten Flug in Flammen auf und wir sind Gott sei Dank jedes Mal so weit entfernt, dass wir nicht mitbekommen, welche Folgen das hat.
Um 23 Uhr fahren wir wieder zurück, das Fest dauert allerdings bis in die frühen Morgenstunden. 90 Minuten später verabschieden wir uns vor unserem Hotel von unseren neuen Stuttgarter Freunden und wünschen ihnen für Morgen einen guten Flug nach Ngapali.
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